HZ4 Auftrag 1 #
Google Trends #
Google Trends ist ein kostenloses Tool, mit dem man nachvollziehen kann, wie beliebt ein Suchbegriff auf Google derzeit ist. Da Google mit Abstand die am weitesten verbreitete Suchmaschine ist, sind diese Daten äusserst wertvoll und eignen sich hervorragend für Marktanalysen. Mit Google Trends lassen sich aktuelle Trends verfolgen und analysieren, um herauszufinden, welche Themen die Menschen aktuell interessieren. Dadurch bietet das Tool eine kostengünstige Möglichkeit, Einblicke in das Suchverhalten und
Beispiel Vergleich #
In einem Beispiel habe ich den Suchbegriff “Netflix” mit “DVD” verglichen. Dabei wird deutlich, dass das Interesse an DVDs kontinuierlich abgenommen hat, während die Suchanfragen nach Netflix stetig gestiegen sind. Wenn man diese Daten als Grundlage für eine Marktforschung heranzieht, lässt sich ableiten, dass die Nachfrage nach DVDs aktuell gering ist und voraussichtlich auch in Zukunft nicht wieder ansteigen wird. Vor diesem Hintergrund wäre es fraglich, ob es sinnvoll wäre, eine neue, revolutionäre DVD mit 100-facher Speicherkapazität auf den Markt zu bringen. Die Daten legen nahe, dass die Zielgruppe für ein solches Produkt immer kleiner wird.
Bricht man die Daten jedoch auf bestimmte Regionen herunter, zeigt sich, dass DVDs in einigen östlichen Ländern weiterhin beliebter sind als Netflix. Dies liegt höchstwahrscheinlich daran, dass Netflix in diesen Ländern nicht vollumfänglich verfügbar ist. Solche regionalen Unterschiede müssen bei der Markteinschätzung berücksichtigt werden, da sie potenziell andere Marktchancen aufzeigen könnten.
Man könnte zunächst davon ausgehen, dass der DVD-Markt in der betreffenden Region weiterhin floriert. Allerdings wäre es sinnvoll, vorher zu untersuchen, ob es möglicherweise lokale Alternativen zu Netflix gibt, die in der Bevölkerung besser ankommen als DVDs. Darüber hinaus ist zu berücksichtigen, dass Google in bestimmten Ländern, wie etwa China, zensiert ist, was bedeutet, dass die Suchergebnisse dort nicht immer verlässlich oder vollständig sind. Daher müsste man auch berücksichtigen, dass die Ergebnisse möglicherweise nicht die tatsächliche Marktlage widerspiegeln.
HZ4 Auftrag 2 #
Produktvorstellung #
Bei meinem Produkt handelt es sich um eine Webseite, die eine grosse Datenbank mit wissenschaftlichen und informatikbezogenen Problemen enthält. Ein Beispiel für solche Aufgaben wären die wöchentlichen “Ponder This”-Aufgaben von IBM, die aus einem monatlichen Quiz bestehen.
Die Idee dahinter ist, eine Möglichkeit zu bieten, die Problemlösefähigkeiten weiterzuentwickeln. Es werden regelmässig neue Probleme hinzugefügt, und es gibt die Option, Tipps zu erhalten. Falls man gar nicht mehr weiterkommt, kann man sich auch die Lösung anzeigen lassen.
Der Vorteil der App besteht darin, dass man lediglich die Probleme und mögliche Antworten bekommt. Beispiele für solche Fragen wären:
Primzahlen berechnen
- Wie viele Primzahlen unter 1 Milliarde gibt es, die gleichzeitig auch Palindrome sind?
- Wie viele Primzahlen gibt es, die kleiner als 1 Milliarde sind?
In diesem Beispiel könnte man z. B. über alle Zahlen iterieren und prüfen, ob es sich um eine Primzahl und ein Palindrom handelt. Es gäbe jedoch auch wesentlich schnellere Ansätze. So wäre es z. B. effizienter, nur die Palindromzahlen zu überprüfen. Zudem könnte man diese Lösung mit anderen Algorithmen kombinieren, um zusätzliche Performance zu erzielen.
Die Idee dahinter ist, dass man die Lösung mittels mathematischer und programmiertechnischer Ansätze findet. Dabei ist das Hauptziel nicht nur, die korrekte Lösung zu finden, sondern auch später die Lösung mit der Community zu teilen, die diese dann bewerten kann. Je nachdem, wie schwer das Problem ist und wie die Bewertung durch die Community ausfällt, erhält man eine entsprechende Anzahl an Punkten.
Der primäre Fokus sollte darauf liegen, alternative Lösungsansätze zu erkennen und von diesen zu lernen.
Die Probleme könnten aus verschiedenen Quellen zusammengestellt werden. Eine gute Möglichkeit wäre es, Interviewfragen von Unternehmen wie Apple, Microsoft und Google zu verwenden.
Potenzielle Zielgruppen #
Die potenzielle Zielgruppe besteht vor allem aus Personen, die ein hohes Interesse daran haben, ihre Problemlösefähigkeiten zu verbessern. Da hier auch der Ansatz und nicht nur das Ergebnis eine Rolle spielt, ist das Produkt auch für Personen interessant, die sich auf Interviewfragen von FAANG-Unternehmen (Facebook, Apple, Amazon, Netflix und Google) vorbereiten. Diese Unternehmen sind berüchtigt dafür, schwierige Interviewfragen zu stellen. Ihr Interesse liegt dabei nicht nur im Ergebnis, sondern auch im gewählten Lösungsansatz. Teilweise werden auch Fragen gestellt, für die es bisher noch keine allgemein anerkannte Lösung gibt.
Viele der bestehenden Lösungen setzen kaum den Fokus auf den Ansatz. Meiner Meinung nach wird dieser oft vernachlässigt.
Ziele #
Das Ziel ist es, eine bessere Vorbereitung auf Interviews zu bieten und die Problemlösungskompetenz zu verbessern. Das Produkt ist kostenlos verfügbar. Der Umsatz wird hauptsächlich durch das Anzeigen von Werbung generiert. Zudem könnten die Lösungsansätze für Datenanalysen und das Training von KI genutzt werden.
Das Produkt sollte kostenlos angeboten werden, da ein Teil der Geschäftsstrategie darauf basiert, genügend aktive Nutzer zu gewinnen. Für den Produktstart ist es auch möglich, zunächst weniger den Fokus auf diesen Punkt zu legen. Allerdings ist die Idee, nach einem erfolgreichen Start verstärkt darauf zu setzen, dass man gegenseitig von den unterschiedlichen Lösungsansätzen profitiert.
Anforderungen #
Bevor das Produkt umgesetzt werden kann, müssen einige Fragen geklärt werden:
- Wie hoch ist das Risiko, dass ein Konkurrent eine ähnliche Funktionalität anbietet?
- Wie kann man in möglichst kurzer Zeit genügend Nutzer binden?
- Welche bestehenden Tools werden bereits verwendet?
- Wären die Nutzer bereit, ein zusätzliches Abo abzuschliessen, um vorzeitig Zugang zu neuen Fragen zu erhalten?
- In welchem Schwierigkeitsbereich sollten die Probleme angesiedelt sein?
Marktforschungsstrategie #
Um zu evaluieren, ob es sich um ein lohnendes Produkt handelt, muss zuerst der Markt analysiert werden. Dabei unterscheidet man zwischen Primär- und Sekundärmarktforschung. Bei der Primärmarktforschung werden neue Daten erhoben, z. B. durch Umfragen oder Experimente. Die Sekundärmarktforschung hingegen stützt sich auf bestehende Daten, wie Finanzberichte oder Statistiken. Bei einer gründlichen Marktforschung wendet man typischerweise beide Strategien an.
In meinem Fall würde ich sowohl eine Online-Umfrage durchführen, um das Interesse zu überprüfen, als auch eine Wettbewerbsanalyse erstellen. Dadurch könnte ich evaluieren, wie schnell Konkurrenten in der Lage wären, ein vergleichbares Produkt zu entwickeln. Da ein Fokus meines Produkts auf dem Aufbau einer aktiven Community liegt, besteht das Risiko, dass eine bereits etablierte Marke ein vergleichbares Produkt entwickelt. In einem solchen Fall hätte ich wahrscheinlich das Nachsehen, da diese Marke bereits über eine bestehende Community verfügt und somit einen entscheidenden Vorteil hätte.